Das Programm des Deutschen Olympischen Sportbundes "Integration durch Sport" feiert 2010 sein 20-jähriges Bestehen in Rheinland-Pfalz.
Integration von zugewanderten Menschen ist ein gesellschaftspolitisches Thema von größter Bedeutung. Diese wird angesichts der demographischen Entwicklung noch weiter zunehmen. Mit der Verabschiedung des Positionspapier „Sport und Zuwanderung“ reagierte der DOSB deutlich auf diese aktuelle integrationspolitische Entwicklung. Bei der Bewältigung dieses gesamtgesellschaftlichen Problems will der Sport eine zentrale Rolle spielen. Er ist sicher kein Allheilmittel, aber er kann eine Menge dazu beitragen Schwierigkeiten zu beheben. Viele funktionierende Projekte unseres Programms "Integration durch Sport" beweisen seit mehreren Jahren, dass die Gewaltbereitschaft bei den Migranten, die in den Sport eingebunden sind, wesentlich geringer ist als bei anderen. Soziale Integration und Partizipation ist die gelebte Praxis – Sport spricht alle Sprachen. Trotzdem ist zu betonen, dass Migrantinnen und Migranten in den Vereinen unterrepräsentiert sind. Hier eröffnen sich Potenziale aus gesellschaftspolitischer Perspektive, wie aus dem Blickwinkel des organisierten Sports.
Der Sportverein ist wie kaum eine andere Institution neben der Schule ein Ort gelebter Integration für Hunderttausende von Kindern und Jugendlichen. Hier werden soziale Bindungen geknüpft und Freundschaften geschlossen. Auf spielerischem Wege wird die Chance auf gesellschaftliche Teilhabe, Anerkennung und Selbstverwirklichung geboten. Die Kinder und Jugendlichen erfahren Kameradschaft, lernen sich in die Gruppe einzuordnen, mit Siegen und Niederlagen umzugehen. Der Sport hat außerdem zum Ziel, Jugendliche, die sich auf der Suche nach ihrem sozialen Platz in der Gesellschaft befinden, zu unterstützen. Durch den Sport werden entsprechende Angebote im unmittelbaren Lebensumfeld der Jugendlichen offeriert. Die Sportvereine sind im ihrem Umfeld präsent und aktiv. Dadurch hat der Sport Einfluss auf Persönlichkeitsentwicklung, Gesundheit, soziale Kompetenz sowie körperliche und geistige Leistungsfähigkeit der Jugendlichen. Besonders für die Zielgruppe der Zuwanderer ist die von Sportvereinen angebotene offene Jugendarbeit ein wichtiges und geeignetes Feld für deren Integration und Identitätsentwicklung. Dies ist auch Hauptziel, das das Programm „Integration durch Sport“ in Rheinland-Pfalz seit vielen Jahren verfolgt.
weitere Informationen erhalten sie schon sehr bald unter
www.sportjugend-rlp.de
Beginn: 18.00 Uhr